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Die kleine Maus: Quidelana ist mutig

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Flecki ist neugierig

Während Quidelana und ihre Familie schön gemütlich am Tisch saßen, schlich Flecki über die Wiese am Wald.

Still war es jetzt hier draußen. Kaum ein Laut war zu hören. Ab und zu hörte man einen Kauz. Manchmal raschelten die Blätter oder das Gras leise im Wind.

Flecki blieb stehen und schnüffelte an einem Grashalm. Ja, hier konnte sie das kleine Igelmädchen Dalli riechen. Flecki wusste genau, wie Dalli roch. Sie hatte Dalli schon ein paar Mal getroffen und an ihr gerochen.

Das flinke Igelmädchen hatte sich aber immer schnell zu einer Kugel zusammengerollt. Flecki wusste aus Erfahrung, wie spitz Igelstacheln waren. Sie hatte schon einmal versucht, einen Igel umzudrehen. Das würde sie nie wieder machen. Aber wer weiß, eines Tages passte Dalli vielleicht nicht so gut auf...

 

Flecki zuckte mit den Schultern und ging leise weiter.

Auf der anderen Seite der Wiese gab es noch ein paar Häuser. Vorsichtig schlich Flecki näher.

Ein Haus hatte im Garten einen kleinen Schuppen.

Flecki wollte schon immer wissen, was sich in dem Schuppen befand.

Sie hatte Glück. Sie spähte um die Ecke und sah, dass die Schuppentür nicht richtig verschlossen war.

 

Vorsichtig schaute sie sich um. Ihr Schwanz zuckte vor Aufregung. Sie lauschte. Weit entfernt hörte sie einen Hund bellen. Sonst war alles ruhig. Sie leckte sich die Lippen, zuckte noch einmal mit dem Schwanz und huschte lautlos in den Schuppen.

Die Gelegenheit war günstig. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Es war dunkel im Schuppen. Dunkel und gemütlich. Flecki staunte. Hier standen Fahrräder,

ein Rasenmäher, Blumentöpfe ohne Blumen,

ein Spaten und zwei Gartenliegen.

Vorsichtig ging sie weiter.

Sie fand Gartenhandschuhe, Blumenerde,

ein Dreirad, einen Straßenbesen und Gartenstühle. Der Gartentisch stand an der Wand. Hier also hatten die Menschen all ihre Sachen, wenn es draußen kalt und ungemütlich wurde. Am besten gefiel Flecki aber das Regal: Hier lagen die kuscheligen Auflagen der Gartenstühle und der Gartenliegen. Das war ja herrlich!

Flecki überlegte nicht lang und sprang auf die Polster. Sie rückte sich die Polster ein wenig mit ihren Krallen zurecht. Dabei schnurrte sie schon vor Freude. Dann rollte sie sich zusammen, kuschelte sich in die Kissen und schloss die Augen. Bevor sie noch recht wusste, was geschah, war sie auch schon eingeschlafen.

Der Sommer war vorbei. Es wurde draußen kalt und ungemütlich.

Wie heißt diese Jahreszeit? Kreise ein:

 

Sommer Herbst

Winter Frühling

 

Auf der nächsten Seite hast du Platz für dein Bild:

Male Flecki auf den Polstern.

Flecki ist fast ganz schwarz. Nur auf der

Nase hat sie einen kleinen weißen Fleck.

 

 

„Mensch, Bernd!“, rief Lena. „Du hast die Schuppentür nicht richtig geschlossen!“ Erschrocken fuhr Flecki hoch.

Ach du grüne Neune! Sie lag immer noch im Schuppen auf den gemütlichen Polstern.

Die junge Frau stand schon vor der Schuppentür: „Hoffentlich fehlt nichts!“

 

Flecki konnte sich gerade noch ganz tief in die Kissen drücken, da öffnete Lena auch schon die Tür. Angestrengt schaute sie in den Schuppen.

Sie blinzelte mit den Augen. Im Schuppen war es fast dunkel.

Flecki rührte sich nicht. Sie drückte sich noch tiefer in die Kissen und ins Regal.

An ihrem Po konnte sie die Wand spüren. Da sie schwarz war, konnte Lena sie nicht erkennen.

„Na, es scheint ja alles in Ordnung zu sein. Glück gehabt!“, brummte Lena. Dann schlug sie die Tür wieder zu. Diesmal aber richtig.

Flecki hörte noch, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte. Dann war Lena auch schon wieder verschwunden. Flecki atmete auf. Aber nur kurz.

 

Auf der nächsten Seite ist Platz für dein Bild:

Male Lena vor der Schuppentür.

 

Eine geschichte über Mut und Vertrauen und das Einhalten von Versprechen.

Die Kinder dürfen die Bilder zur Geschichte selbst ins Buch malen. Das erhöht nicht nur die Lesemotivation, sondern macht das eigene Buch zu einem ganz persönlichen Schatz. Die Kinder sind ebenso aufgefordert, Fragen zum Thema zu beantworten. ZumSchluss ist Platz für eine eigene Mut-Geschichte.

 



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