Der Hund Kurzgeschichte

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Er kam vor sechs Wochen zu uns, Whisky nannten wir ihn. Whisky war ein schwarzer Labrador, er war uns zugelaufen, er trug kein Halsband, er war einfach da. Zuerst wollten wir, dass er verschwindet, ständig heulte und bellte er die ganze Nacht hindurch vor meinem Fenster. Ich beobachtete ihn, wenn ich zur Schule ging seinen braunen Augen schienen jede meiner Bewegungen zu beobachten. Wenn ich aufs Fahrrad stieg lief er mir ein wenig hinterher bis er sich irgendwann wieder umdrehte und zu mir nach Hause lief. Was wollte der Hund bei uns? Mein Bruder Josef fütterte ihn ab und zu mit Heißwurst oder übriggebliebenen Knochen vom Mittagessen. Er stellte ihm sogar eine Schüssel mit Wasser hin, falls er Durst bekam. Er mochte den Hund.

Armins Party

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Kontoeröffnung                             
Die Sache ist so gewesen:

Ich hatte kein Geld mehr. Wieder mal. Das hört sich so leicht dahingesagt an. Aber vergiss es! Das ist es nich. Sowas geht dir ganz schön auf´n Senkel. Ich meine: Deine Existenz ist bedroht. Und das ist nich lustig, sag´ ich dir.

     Also, das mal vorweg. Okay? Damit man versteht, was da passiert ist.

     Letzten Endes: Ich konnte gar nichts dafür. Soll ich dir jetzt auch noch all die anderen Sachen aufzählen? Vater Alkoholiker - Mutter auch irgendwann – üble Kindheit – schlecht in der Schule – keine Ausbildung? Ich lass das. Bringt eh´ nichts.

Schatten auf den Wegen des Lebens

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Grace schlug die Augen auf, wo war sie? Verschwommen nahm sie die Umrisse eines Raumes wahr, aber sie würde keinen Cent darauf verwetten. Wie war sie hier her gekommen? Was war in den vergangenen Stunden geschehen? Sie wusste noch, dass sie in einem Lokal gewesen war und zwei Gläser Cocktail getrunken hatte. Das machte sie meistens ein oder zweimal die Woche, um abzuschalten, wenn der Arbeitstag besonders stressig gewesen war. Ihr war schwindelig, ihr Kopf fühlte sich an, als ob jemand mit einem Presslufthammer darin arbeitete. Sie berührte mit der linken Hand ihre Schläfe und fing an sie zu massieren.

Geiselnahmne

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Jack ein großer Mann mit kurzen braunen Haaren stand seit zehn Minuten an der Bushaltestelle. Drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen mit blonden geflochtenen Haaren, fielen ihm auf. Das Mädchen trug einen rosafarbenen Schultunister und hielt einen gelben Turnbeutel in der Hand. Jack schätzte das Mädchen auf sechs Jahren, die Jungen schienen in ihrem Alter zu sein. Jack sah auf die Uhr es war 8:37 Uhr, der Schulbus musste jede Minute eintreffen. Jack sah sich um, ein roter Mercedes stand auf dem Gehsteig an der gegenüberliegenden Straßenseite. In der rechten Hand hielt Jack einen braunen Aktenkoffer. Jack sah zu den Kindern hinüber.

Zehn kleine Freiheiten

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Nachtwanderung
Es war eine Erschütterung, nicht sehr heftig, aber genug, um mich in Schrecken zu versetzen, ähnlich jenem mittelschweren Erdbeben, das mich einstmals unsanft aus dem Schlaf riss. Damals war es kurz nach Mitternacht, und ich wunderte mich, dass um diese Zeit eine Amsel sang. Mitten im Winter! Im nächsten Moment wankte der Kleiderschrank, ein Bild fiel von der Wand, dann tiefe Stille. Ich wartete, dass es sich wiederholen würde, vielleicht in noch stärkerer Form, und dass sich im Hause oder draußen etwas regte, Stimmen, Schritte. Nichts dergleichen. Die Welt schlief weiter, als wäre nichts geschehen. Nur für mich war die Nacht zu Ende.

Spargelmorde. Ein Marchfeldkrimi.

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Vor der Garderobe lehnte eine lebensgroße Puppe des vorletzten Kaisers von Österreich. Der weiße Schnurrbart des alten Franz Joseph legte sich in atemberaubender Länge bis hinter die Ohren, watteähnliche Haarbüschel wölbten sich über breite Wangenknochen, auf dem Haupt jedoch regierte die Glatze. Scheinbar unverwundbar stand er da, die Arme eng am Körper, die Hände vor dem flachen Bauch, die mit Orden dekorierte Brust geschwellt, schmal geschnitten die schwarzen Hosen an den schlanken Beinen. Über dem Kopf des Monarchen zeigten zwei ovale goldgerahmte Ölgemälde den jungen Franz und seine schöne Frau Sisi.

Flimmernde Seelen

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Mareike Bier, Spitzname: die Kölsch, war eine typische Rheinländerin: gemütlich, gesellig und gelegentlich auch jeck. Vor allem zu Karneval. Doch jetzt war Weihnachten. Und die Kölsch hatte Dienst. Ihren ersten Feiertagsdienst beim Morddezernat Hamburg.

Als auf ihrer alten Dienststelle bekannt geworden war, dass es sie ausgerechnet in den kühlen Norden verschlagen würde, war ihr das Mitgefühl der Kölner Kollegen sicher. Eine Rheinländerin im Exil, witzelten sie. Aber sie hatte es so gewollt. Sie brauchte einfach mal frischen Wind um die Nase und neue Gesichter um sich herum. Vor allem Abstand zu einem bestimmten Gesicht. Das gehörte einem Kollegen ihres Bruders, Rechtsanwalt wie er und genau ihr Typ:

Geisterfahrt

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Burg Willersheim, den 7. November 1916

 

 Hallo, ihr Lieben daheim,

 

sicher macht ihr euch schon Sorgen, weil ich mich nicht mehr gemeldet habe und auch nicht zu erreichen bin. Unsere Handys sind hier leider nicht viel mehr wert als Steine. Es gibt keinen Empfang, und wenn man die Bediensteten fragt, wieso, dann meinen sie, man rede von einem festlichen Empfang, wie überhaupt wir uns ständig missverstehen. Die Leute verwenden komische Wörter, die wir noch nie gehört haben – oder wisst ihr, was Betisen sind? Oder ein Gemächt?

Die Weihnachtsprinzessin

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Mia Maria Berg ist acht Jahre alt und wohnt mit ihrer Familie in Niestersenfen. Das ist ein verträumtes Städtchen in den hügeligen Weiten der Osteifel. Hier betreiben Mias Eltern eine kleine Handwerksfirma. Vater Manfred Berg und sein Mitarbeiter verlegen Fußböden, Mutter Rita kümmert sich um das Büro und den Haushalt, zu dem außer Mia auch noch ihr kleiner Bruder Tim gehört. Und die Katze Suleika, die mit ihren 13 Jahren so alt ist wie Mia und Tim zusammengenommen.

Begehrte Geschenke

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Mareike Bier, Spitzname: die Kölsch, war eine typische Rheinländerin: gemütlich, gesellig und gelegentlich jeck. Vor allem zu Karneval. Doch jetzt war Weihnachten. Und die Kölsch hatte Dienst. Ihren ersten Feiertagsdienst beim Morddezernat Hamburg.

Als auf ihrer alten Dienststelle bekannt geworden war, dass es sie ausgerechnet in den kühlen Norden verschlagen würde, war ihr das Mitgefühl der Kölner Kollegen sicher. Eine Rheinländerin im Exil, witzelten sie. Aber sie hatte es so gewollt. Sie brauchte einfach mal frischen Wind um die Nase und neue Gesichter um sich herum. Vor allem Abstand zu einem bestimmten Gesicht. Das gehörte einem Kollegen ihres Bruders, Rechtsanwalt wie er und genau ihr Typ:

Zu Tode gequält

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Hunde bellten und das Rotorengeräusch eines Helikopters durchschnitt die Stille. Herr Baumann lief über ein Feld, den Blick zu Boden gerichtet. Ihm gegenüber lag ein Wald. Das Klingeln der U-Bahn Station wenn Fahrgäste ein oder ausstiegen erklang in seinen Ohren, doch nahm der Kommissar dieses Geräusch nur noch unterschwellig wahr. Ebenso wie das Vibrieren des Bodens wenn die U-Bahn mit über 150 Stundenkilometern durch den Tunnel raste. Nicht der kleinste Grashalm entging ihm. Seit vier Uhr durchkämmte er mit seinen Kollegen die Wald und Forstwege. Es war noch zwei Stunden hell. Ihre Eltern hatten die Polizei gerufen, weil, die kleine Carolin nicht von der Schule nach Hause gekommen war.

Botschaft aus dem Jenseits

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Es war eine düstere Novembernacht und ich war allein Zuhause. Der Hund hatte schon ein paar Mal angeschlagen, als er gegen Mitternacht endlich Ruhe gab. Ich wälzte mich noch eine Weile hin und her, hörte das alte Haus ächzen und knarren und war gerade eingeschlafen, als ich spürte, dass es ganz hell im Zimmer geworden war. Ich öffnete die Augen und sah eine unheimliche Gestalt, dass Wesen trug einen blauen Smoking und schwarze Lederschuhe. Der Mann hatte kurze graue Haare und blaue Augen, die tief in den Höhlen lagen. Seine Haut war faltig, er wirkte alt, aber sehr gepflegt.

Die Liebschaften eines jungen Mädchens - Teil 2

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Fast zwei Monate später entschlossen wir uns dazu ein zweites Mal nach Montpellier zu fahren. Angekommen in Montpellier suchten wir erstmal eine Ewigkeit einen Parkplatz. Wir wollten es genauso anstellen, wie beim letzten Mal und unseres Auto als Abstellraum und Wohnzimmer nutzen. Letztendlich fanden wir auch einen Parkplatz, nicht allzu weit weg vom Place de la Comédie. Wir besorgten uns Vodka und Energy, mixten den Saft zusammen und installierten uns im Auto. Ein Schlachtplan wurde erstellt.  Eine Nacht im ungemütlichen Auto wollten wir wie immer vermeiden. Deswegen gingen wir mit der Einstellung los, uns abschleppen zu lassen (déjà-vu?). Also machten wir uns im Auto zurecht und zogen uns um.

Entführt

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Karin erwachte in einem dunklen Keller.

Wie war sie hierher gekommen?, fragte sie sich.

Sie war noch immer benommen und das Betäubungsmittel benebelte noch immer ihre Sinne. Ein Geschmack von Stoff durchzog ihren Mund. Erst jetzt merkte sie, dass sie geknebelt war. Ihre Glieder waren steif und verspannt. Sie versuchte ihre Arme zu bewegen, hatte aber keine Chance, da man sie ihr auf den Rücken gebunden hatte. Karin versuchte ihre Handgelenke zu bewegen, was jedoch keinen Erfolg hatte. Anscheinend hatte man sie an ein Heizungsrohr gekettet. Sie hatte keine Ahnung, was sich zwischen ihren gestrigem Abend und dem heutigen Morgen ereignet hatte.

Die Liebschaften eines jungen Mädchens

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Was Sie zuerst über mich wissen sollten: Ich bin anders als jedes andere Mädchen in meinem Alter. Kurz um, ich bin von dem überzeugt, was ich tue. Das Ganze ist ein Abenteuer, das niemals enden will. Es ist ein Teufelskreis, eine Droge, ein Feuer, das in mir brennt. Es zaubert mir jeden Tag ein Lächeln auf die Lippen und ein freches Grinsen ins Gesicht, wenn es mal wieder meine Phantasien zum Brennen bringt. Es macht mir den Alltag leichter. Es ist meine Leidenschaft. Es ist ein Gefühl der Freiheit, ein Gefühl innerer Stärke, das einzige Gefühl nach Leben, ein Lebensstil, der nicht jedem liegt. Vielleicht hört sich das verrückt, bodenlos und völlig übertrieben an. Aber sollen Sie denken, was Sie wollen. Doch zunächst mal werde ich Ihnen verraten wovon ich spreche.

Halt immer an der Hoffnung fest Band II - Nina

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Die Geburt von Nina machte alle trotz des unendlichen Verlustes von Carla wieder hoffend und Nina wächst bei den Großeltern auf. Sie entwickelt sich prächtig und zum Glück spürt sie nichts von all dem, was Eltern und Freunde durchmachen. Inge geht regelmäßig mit Nina zu Sprechstunde und der Kinderarzt Dr.Sewenges ist mit der Entwicklung des Kindes zufrieden. Manchmal, aber wirklich nur manchmal, spürt Inge die Blicke von den jungen Müttern, einige erst 18 Jahre alt und manchmal auch jünger. „Dass ich in meinem Alter die Mutter bin, zweifeln wohl einige an, obwohl ich schon einige Frauen kenne, die schon weit über die 30 waren und noch Kinder bekamen." So wie Inge selbst. 

Schatten, die gegeben wurden. Schatten, die gesprochen sind.

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In ihrem dritten Buch begibt sich Mallybeau Mauswohn erneut auf eine Reise in eine Meta-Ebene. Sie wandert mit ihren Gedanken durch unsichtbare Welten, wagt den Versuch, in die eigene Seele zu blicken. Dort setzt sie einen Schritt vor den anderen und sucht mit spielerischen Worten nach einem Weg. Unterwegs offenbaren sich abstrakte, surreal poetische und sogleich klare Bilder, welche die Autorin aufnimmt und zu einer Erzählung aus Ahnungen und Suggestionen formt und verwebt. Ein Blick in ein fabelhaftes kleines Universum entsteht.

KUH - Eine zeitlose Reise ins Meta-Ich

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Was passiert, wenn eine Metamorphose das eigene Ich in eine Kuh verwandelt? Wie ändert sich meine Sichtweise, wenn ich in einem Kuhkörper auf einer Weide stehe, Grashalme wiederkäue und die Welt durch Kuhaugen betrachte? Mallybeau Mauswohn lädt den Leser auf eine Reise ins Meta-Ich ein. Fantastische, surreale Begegnungen mit außergewöhnlichen Figuren, die nachdenklich über das Leben philosophieren, vergnügt und skurril durch ein Kuhuniversum wandern, warten, um entdeckt zu werden. Mallybeau Mauswohn unternimmt ein poetisches, wortgewandtes Experiment, mit Illustrationen untermalt, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Ohne dabei das Zwinkern zu vergessen.

Die Leichenhalle

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"Los komm.", trieb Daniel seinen Kumpel an."Ich komm ja schon.", sagte Paul während er um die Ecke bog. Hoffentlich war die Leichenhalle nicht abgeschlossen, bis jetzt war Daniel immer nur tagsüber in der Totenhalle gewesen. Viele Kinder in seiner Klasse hatten Angst vor dem Tod und erst Recht davor, mit einer Leiche in einem Raum zu sein. Sie gaben immer damit an, was sie schon alle für Filme gesehen hatten, Tanz der Teufel, Friedhof der Kuscheltiere oder die Nacht der reitenden Leichen, aber keiner von ihnen hatte je eine wirkliche Tote zu Gesicht bekommen.

Zeitreise

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Der pensionierte Elektrotechniker und Physiker John Miller lebte am Rande Ohios in einem großem weißem Haus. Schon als kleiner Junge hatte er den Traum gehabt einmal in die Zukunft reisen zu können, um zu sehen wie die Menschen ein paar Milliarden Jahre später auf Erden lebten. Würde man sich dann von einem Ort zum anderem beamen, wie in diesen ganzen Science - Fiction Serien wie Star Wars oder Raumschiff Enterprise? Er vermutete schon, denn er selbst hatte bereits vor über fünf Jahren damit begonnen eine Zeitmaschine zu bauen, eine Maschine mit der man in die Zukunft reisen konnte.