Die Henne Olga und das Schlupfloch

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Klappentext:

Im Hühnerstall ist es laut und hektisch, darum legt die Henne Olga ihr Ei im Garten. Eines Tages findet sie ein Schlupfloch und macht einen Ausflug zum Fluss. Auf ihrer Wanderung begegnet sie fremden Tieren mit unterschiedlichen Charakteren. In der Dämmerung steht sie wieder auf dem Hof vor dem Hühnerstall und entdeckt, dass die Tür schon abgeschlossen ist…



Leseprobe:

«Gack, gack, gack, gack, gack.» Die Hennen im Hühnerstall legten gerade ihre Eier und gackerten in hohen Tönen. Außer Henne Olga. Sie fand es viel zu laut im Hühnerstall. Deshalb legte sie ihr Ei im Garten. Im Garten hatte sie einen ganz besonderen Platz, an dem im Sommer Löwenzahn wuchs und im Herbst die Blätter vom Baum fielen. Manchmal regnet es Nüsse und sie fielen Olga auf den Kopf. Das war ärgerlich! Und dennoch blieb es ihr besonderer Platz, an dem sie immer wieder ihr Ei legte. Eines Tages nachdem sie ihr Ei gelegt hatte, ging sie am Zaun entlang und guckte neugierig auf die Wiese auf der anderen Seite der Straße. Dann entdeckte sie ein Schlupfloch. Im nächsten Augenblick schlupfte sie schnell durch das Loch und schaute nach links und rechts, bevor sie die Straße überquerte, um auf die schöne Wiese zu gelangen, die so frisch und blumig roch.


 

 



Kommentare  

 
#1 June Forsyte 24-04-2018
Ein liebenswertes, kurzweiliges Buch zum Vorlesen und Betrachten für Kinder von 2 bis 4 Jahren

Gleich auf dem Einband und dem Vorblatt wird dem Betrachter die Titelheldin vorgestellt:
die Henne Olga, in einfarbige rotbraune Federn gekleidet wie ihre Artgenossinnen, die im Hühnerstall Seite an Seite auf ihren Plätzen sitzen und mit ihren runden Bäuchen und ihren kurzen, keck in die Höhe gereckten Bürzeln ungeschälten Zwiebeln mit abgeschnittenem Stiel ähneln.

Nur, dass Olga mit großen blanken Augen in die Welt blickt und deutlich aufgeweckter und wacher als ihre Nachbarinnen wirkt.

Ulrika Hartmann, die nicht nur die Texte dieses kleinen Vorlesebuches verfasst, sondern auch alle Bilder eigenhändig angefertigt hat, hat als Motto für ihre Geschichte ein Zitat von Mark Twain gewählt: „Sail away from the safe harbour. Catch the trade wind in your sails. Explore. Dream. Discover.“

Und um eine Entdeckungsreise geht es in der Geschichte von der Henne Olga, die ihr Ei
immer unter demselben Baum legt und eines Tages ein Loch in dem Zaun erspäht, der den Bauernhof umgibt, in dem sie und ihre Stallgenossinnen mit Hahn leben.

Fasziniert vom Anblick einer wunderschönen Blumenwiese, die jenseits des Zaunes auf der anderen Seite der Straße liegt, beschließt sie, sich da draußen ein wenig umzusehen, und schlüpft kurzerhand durch das Loch hinaus ins Freie.

Was die Henne Olga auf ihrem Ausflug alles erlebt und wie er endet, verrate ich hier nicht, weil sonst das Buch rasch zu Ende erzählt wäre.

Nur so viel sei verraten: Der kleine Fluss, der am Bauernhof vorbei plätschert, die Wiesen, Bäume und Felder wie auch die Tiere, denen Olga begegnet, wurden von Ulrika Hartmann mit wenigen, sparsamen Pinselstrichen, die indes alles klar und deutlich zeigen, und in hellen, lebendigen Aquarellfarben gemalt, auf denen das Auge des Betrachters gerne verweilt.

Olgas Erlebnisse sind in klaren, kindgerechten, aber nie kindischen Sätzen formuliert und laden kleine und große Betrachter gleichermaßen ein, auf Entdeckungsreisen zu gehen und sich die Welt da draußen anzusehen, verweisen aber ebenso auf die Sicherheit und Geborgenheit, die ein warmes, gemütliches Zuhause vermittelt.

Es geht lustig und gegen Ende durchaus spannend zu, aber nie ernsthaft bedrohlich und keine Sekunde lang gewalttätig.

Dieses kleine schmale Büchlein, das von der Deutschen Literaturgesellschaft liebevoll und hochwertig gestaltet wurde, kann ich Eltern und Großeltern von Kindern im Alter von zwei bis vier Jahren jederzeit bedenkenlos empfehlen denn es ist anregend und liebevoll verfasst und garantiert alptraumfrei!
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