Auch Männer zerbrechen

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1.Kapitel: Im Stern

Hallo Männer“, ruft Jochen Zander den, am Stammtisch, Sitzenden zu. Zu sehen sind jedoch nur Jünglinge zwischen siebzehn und achtzehn Jahren. Jochen ist wie immer etwas später gekommen, als sie verabredet hatten. „Der Heeerrr Zander hat wohl wieder wichtige Termine gehabt?“ entgegnet ihm Karl. Seit einigen Wochen treffen sich die Vier, um ein paar „Helle“ zu trinken und über Mädels, Gott und die Welt, über Politik, und über ihre Zukunft zu diskutieren. In dieser gut bürgerlichen Gaststätte "Zum Stern" fühlen sich die Burschen wie erwachsene Männer.

 

 

5. Kapitel: Spurlos verschollen

Jahre später

 

Karl fuhr wie jeden Werktag kurz vor sieben Uhr mit dem Fahrrad ins Büro.

An ihm raste ein Auto vorbei, hielt kurz vor Karl an und stoppte ihn. Zwei kräftig gebaute Männer im mittleren Alter sprangen aus dem Wagen und hielten ihm ihren Dienstausweis, den er in der Eile nicht identifizieren konnte, unter die Nase und verlangten seinen Ausweis, um seine Personalien festzustellen. „Sie sind Kaufmann?“ Was sollte er anderes antworten, als ja.“ „Sie sind vorläufig verhaftet. Sie kommen mit zur Klärung eines Sachverhaltes.“ „Was wird aus dem Fahrrad? Worum handelt es sich? Das kann nur ein Missverständnis sein.“ Keiner antwortete auf seine Fragen. Im Gegenteil sie packten Karl derb an den Armen, drehten sie nach hinten und drückten ihn in den Transporter. Dieser Akt ging so geplant und schnell vorbei, dass es keiner auf der Straße bemerkte, denn sie war fast menschenleer. Der Barkas war im Innern in einzelne verschließbare Gefängniszellen aufgegliedert, die keine Fenster besaßen, nur künstliches Licht. Schockiert, aufgeregt und wütend saß der Gefangene in der viel zu engen Zelle und hatte keinen Zweifel mehr daran, dass ihn der Staatssicherheitsdienst festgenommen hat.

 

 

Dieser Roman „Auch Männer zerbrechen“ (Verlag: DeBehr; ISBN 9783957531926) ist jetzt überall lieferbar und kostet 12,95 Euro.
Der Klappentext lautet:

 

Ostberlin Mitte der sechziger Jahre. Vier junge Burschen treffen sich wöchentlich, um über Gott und die Welt und über ihre Wunschträume zu reden. Zwei möchten der Beatles wegen nach Liverpool reisen, die beiden anderen wollen an den Amazonas, um nach Gold zu schürfen. Doch eine scharf bewachte Grenze, die Mauer, sperrt die vier Freunde ein.

Irgendwann geht jeder seinen eigenen Weg, die Jugendträume verblassen. Der Alltag in der DDR, private Ehetragödien oder die Inhaftierung durch die Stasi, kurz vor der Maueröffnung, sowie unbekannte neue Probleme im wiedervereinten Deutschland desillusionieren alle vier. Die ″harten″ Männer haben von ihrem Leben Besseres erwartet, aber es endet für jeden von ihnen dramatisch Ein spannend erzähltes und berührendes Buch. (Ein großer Teil des Romans spielt in Erfurt.)

 

 

 



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