Wie kann ich mein Buch auf den Markt bringen?


Empfehlungen und Einschätzungen von unserem Autor Martin Prebendo. Martin hat fast alle hier beschriebenen Wege zur Veröffentlichung eines Manuskripts ausprobiert und gibt uns seine Erfahrungen gerne weiter.

 

Über einen renommierten Verlag:

Welcher Autor möchte sein Buch nicht über einen renommierten Verlag veröffentlichen?

Welcher Autor hat nicht schon einmal ein Manuskript an einen großen Verlag gesandt?

 

Die Chance, dass ein unaufgefordert eingesandtes Manuskript von einem renommierten Verlag angenommen und veröffentlicht wird, liegt bei etwa 1:40.000.

Wenn du denkst, dass dein Manuskript weit überdurchschnittlich gut ist, dann kannst du es versuchen. Außer Portokosten, Papier und Druckerschwärze hast du nichts zu verlieren. Doch bedenke, dass es nicht ausreicht, eine gute Idee in Buchform umzusetzen. Ebenso wichtig ist ein hervorragender Stil, eine dynamische Umsetzung der Idee in eine Geschichte, die durch eine klare Struktur vom Beginn bis zum Ende für den Leser gut nachvollziehbar ist.

 

Selbst wenn du wirklich ein hochtalentierter und extrem phantasiebegabter Jungautor bist, wobei das mit deinem Lebensalter nichts zu tun hat, stehen deine Chancen, „entdeckt“ zu werden nicht besonders gut. Warum ist das so? Du darfst nicht vergessen, dass Verlage gewinnorientierte Unternehmen sind, die am liebsten bekannte und somit Gewinn versprechende Autoren publizieren. Ein neuer, in der Öffentlichkeit unbekannter Autor bedeutet immer ein finanzielles Risiko für einen Verlag.


Berühmte Autoren wie Goethe, Schiller und Tolkien waren auch nicht von Anfang an berühmt und haben ihre Werke anfangs selbst verlegt. Damit kommen wir zu einer weiteren Möglichkeit, wie du dein Buch veröffentlichen kannst:

Im Selbstverlag
Leider ist dieser Weg mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden. Wenn dein Manuskript fertig ist liegt noch ein weiter Weg vor dir. Wenn du diesen Weg gehen willst, dann musst du Folgendes bedenken:
Dein Manuskript muss lektoriert werden. Wenn du das selbst machst, dann reicht es nicht aus, dass du ein guter Schüler im Fach Deutsch warst und ein gutes Korrekturprogramm auf deinem Computer hast. Neben einem orthographisch und grammatikalisch möglichst fehlerfreien Text muss die Korrektur auch den Stil mit einbeziehen. Da kommen wir Autoren schnell an unsere Grenzen und brauchen professionelle Hilfe.
Du hast die Möglichkeit, dein Manuskript von einem Lektor korrigieren zu lassen. Das ist allerdings nicht billig und überschreitet den finanziellen Spielraum der meisten Jungautoren. Wenn du mit deinem Stil voll zufrieden bist, kannst du auf einen Lektor verzichten.


Wenn dein Korrekturprogramm keine Worte mehr rot anstreicht, dann heißt das noch lange nicht, dass dein Text fehlerfrei ist. Oft entstehen durch Tippfehler andere Worte, die sprachlich richtig, aber sinngemäß unpassend sind. Mein letztes Buch, das ich im Selbstverlag herausgab, habe ich mehr als zehn Mal komplett revidiert, wobei ich beim letzten Mal immer noch Fehler fand, die ich übersehen hatte.


Weiter ist wichtig, dass du den Text „buchgemäß“ auf die Seite bringst. Ein paar kleine Tipps dazu: Achte darauf, dass die Seitenzahl nicht immer rechts unten ist. Bei einem Buch muss sie mal rechts, mal links sein. Oder du setzt sie in die Mitte, dann kann nichts schief gehen. Mache den Rand nach innen groß genug, damit der Leser den Text gut lesen kann, wenn das Buch normal aufgeschlagen ist. Mache den Text nicht kleiner als Schriftgröße 10 (TNR); besser ist 11 oder 12. Achte am Anfang und am Schluss auf die leeren Seiten. Am Besten schaust du nach wie das in den Büchern aus deinem Bücherregal aussieht. Vergiss nicht, dein Copyright einzutragen. Nach deutschem Recht ist dein Manuskript urheberrechtlich geschützt, wenn du das mit einem © und deinem Namen angibst. Weitere rechtliche Hinweise findest du im Internet.


Irgendwann hat dein Manuskript einen Qualitätsstand erreicht, mit dem du zufrieden bist. Dann brauchst du ein Cover. Das kannst du selbst herstellen, wenn du über gute Ideen und ein Graphikprogramm verfügst. Du kannst auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, was ebenfalls mit Kosten verbunden ist.


Wenn dein Manuskript korrigiert und das Cover erstellt ist, musst du dich auf die Suche nach einer Druckerei machen. Internetdruckereien sind in der Regel günstiger im Preis bei hoher Qualität. Am Besten vergleichst du übers Internet das Preisleistungsverhältnis mehrerer Druckereien. Gerne empfiehlt Buchpublik dir eine preisgünstige Internetdruckerei.
Damit der Druck pro Buch nicht zu teuer wird, solltest du an eine Auflage von mindestens 50 Expl. denken. In der Regel wollen die Druckereien Manuskript und Cover im PDF-Format.

Über einen Verlag mit Selbstbeteiligung
Verlage, die auf dieser Grundlage arbeiten, machen im Internet Werbung. Du kannst sie über eine Suchmaschine problemlos finden. Es gibt enorme Unterschiede was die finanzielle Beteiligung des Autors betrifft. Die Kosten liegen in günstigsten Fällen unter € 3.000, können aber auch über € 13.000 betragen. Die Höhe der Selbstbeteiligung hängt von vielen Faktoren ab. Manche Verlage nehmen nur Manuskripte an, die erfolgversprechend sind. Um das finanzielle Risiko zu vermindern, beteiligt sich der Autor mit einem gewissen Betrag. Damit wird das Risiko zwischen Verlag und Autor geteilt. Andere Verlage bürden dem Autor alle Kosten und Risiken auf.


Verlage mit Selbstbeteiligung des Autors verpflichten sich in der Regel, für die notwendige Werbung und den Vertrieb des Buches zu sorgen. In der Praxis tritt dabei ein Problem auf. Viele Buchhandlungen führen grundsätzlich keine Bücher in ihrem Sortiment, die von einem Verlag mit Selbstbeteiligung herausgegeben worden sind.

Weitere Möglichkeiten zur Veröffentlichung deines Buches:
Books on Demand: du trägst alle Kosten. Details findest du im Internet.
Agentur: Die Agentur prüft dein Manuskript. Wenn sie es für erfolgversprechend hält, bietet sie es einem renommierten Verlag an. Im Erfolgsfall bezahlst du der Agentur einen bestimmten Prozentsatz aller Einnahmen aus deinem Werk.

 

Buchpublik.de: auf dieser Internetseite wird dein Manuskript, nach vorheriger Prüfung, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Du hast die Chance, dass viele Menschen das lesen, was du geschrieben hast. Wenn dein Buch über diese Seite bekannt geworden ist, kannst du es in Buchform herausgeben und hast schon mal eine ganze Reihe von Interessenten, die den Text bereits kennen und das Buch auch in ihrem Bücherregal haben wollen.



Kommentare  

 
#1 erika 24-05-2010
angenommen man hat erfolg. was verdient man an einem buch? welche mengen bestellen die bücherläden?
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#2 Martin Prebendo 25-05-2010
zitiere erika:
angenommen man hat erfolg. was verdient man an einem buch? welche mengen bestellen die bücherläden?

Hallo Erika,
die Frage ist, wo man Erfolg hat. Wenn ein Verlag Dein Buch nimmt (ohne Selbstbeteiligung), dann kannst Du mit etwa 8% vom Verkaufspreis pro Buch für Dich rechnen.
Verlegst Du Dein Buch in einem Zuschussverlag, dann bekommst du mehr. Allerdings musst Du im Voraus schon eine Menge bezahlen und die machen kaum Werbung für das Buch.
Im Selbstverlag kalkulierst Du Deinen Gewinn selbst.
Buchläden bestellen nur Bücher von Verlagen ohne Selbstbeteiligung. Darauf hast Du auch keinen Einfluss.
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#3 Julia 18-07-2011
Lieber Martin,
erst einmal möchte ich mich für die nützlichen o.g. Tipps bedanken!
Des weiteren wollte ich fragen, ob du eventuell Verlage kennst, die auf Drogenbücher spezialisiert sind?
Vielleicht kurz zur Info: Ich habe mein 6. Kapitel gerade beendet, plane insgesamt 7-8 Kapitel. Mein buch trägt den Namen "Just a Fix -Junkies sind die besseren Ärzte-" und handelt von einer ambivalenten jungen Frau, die immer zwischen ihrer Drogensucht, und dem normalen Leben "schwebt" und sich dadurch oft innerlich zerrissen fühlt.
Mein damaliger Deutschlehrer in der Oberstufe (u.a. Autor von ca. 30 Büchern, die er selbst und mit anderen zusammen verfasst hat), hat die ersten 2 Kapitel gelesen, und fand sie super. Das hat mich ermutigt, weiter zu schreiben!
Soviel zu meinem Buch!
Über eine Antwort würdeich mich sehr freuen.
Viele grüße
Julia
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#4 Martin Prebendo 18-07-2011
Hallo Julia,
Deine Leseprobe zeigt die Insiderin. Das kommt echt rüber und interessiert die Leser. Leider hab ich keine Ahnung, ob es Verlage gibt, die auf diese Art von Literatur spezialisiert sind.
Kennst Du Bücher über das Thema Drogen? Wenn ja, kannst Du mal schauen, bei welchem Verlag sie erschienen sind und dort anfragen. Ansonsten versuch es doch mal über einen Agenten. Die kassieren ihre Prozente normalerweise erst wenn das Buch verkauft wird. Eine Liste findest Du im Internet.
Viel Erfolg!
Martin
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#5 Helga 01-02-2012
Hallo Martin,

schön das es diese Seite gibt, denn sie ist sehr aufschlussreich , wenn sie auch nicht alle meine Fragen beantwortet.
Mein Buch ist keine Geschichte, sondern es soll ein Gesamtwerk von all meinen gesammelten Erfahrungen während meiner 40-jährigen Berufstätigkeit werden. (Sekretariat)z.B. Glückwunschreib en zu GEburtstagen, Jubiläen, Hochzeiten, Baby, etc. Ich habe zwei Ordner voll mit Gedankengut und möchte diese der Nachwelt…*lach* gerne hinterlassen. Denke ein Bedarf ist da. Wie kann ich hier vorgehen?
Vielleicht hast Du ja noch einen Tipp für mich. Vielen Dank und freundliche Grüße
Helga
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#6 Martin Prebendo 01-02-2012
Hallo Helga,
beide Ordner komplett zu veröffentlichen wäre vielleicht etwas zu viel des Guten. Ich würde so vorgehen: Beschreibe Dein (Berufs-)Leben in einer kurzweiligen Geschichte. Baue Anekdoten ein. Diverse originelle Dokumente könnte man auch als Anhang anfügen.
Wenn Du es selbst verlegen willst, solltest Du darauf achten, dass die Dokumente nur in schwarz/weiß gedruckt werden. Farbdrucke sind wesentlich teurer. Du kannst das Ganze natürlich zuerst auch einem Verlag anbieten und sehen was daraus wird.
Viele Grüße,
Martin
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#7 Eva 08-12-2013
Wieviel Eigenanteil müsste ich für ein Buch normalerweise zahlen, welches ca.200 Seiten im A5 Format beinhaltet? Sind da über 1.000€ gerechtfertigt? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Eva
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#8 Martin Prebendo 10-12-2013
Wenn es sich bei den 1000 € um reine Druckkosten handelt, ist der Betrag ziemlich hoch.
Alternativ kann man das Buch auch über einen Zuschuss-Verlag veröffentlichen.
Die Höhe der Eigenbeteiligung hängt von den Leistungen des Verlags ab.
Wird das Buch professionell veröffentlicht, fallen u.a. Kosten für das Lektorat, Covergestaltung, ISBN-Nummer, Layout, Druck u.a. an
Besonders teuer ist dabei das Lektorat, das einen fehlerfreien Text gewährleistet.
Die Kosten einer Buchveröffentlichung in einem Zuschuss-Verlag liegen deutlich höher als 1000 €.
Weitere Einzelheiten dazu finden Sie auch auf den Webseiten der jeweiligen Verlage.
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#9 Rosemarie 30-06-2014
Hallo Zusammen,

ich bin ehrlich gesagt etwas erschüttert, dass hier Zuschussverlage als Alternative gehandelt werden.
Dachte ich doch, dass würde höchstens noch unter Jungautoren, die zu Hause still und leise vor sich hinschreiben als echte Alternative gesehen.
Da kann ich nur warnen und zwar in mehrfacher Hinsicht:
1) Diese "Verlage" (Verlag kommt von vorlegen und insofern ist schon der Name nicht richtig) investieren hauptsächlich in die Webung, die auf Autoren abzielt, nicht auf Leser. Das kann jeder sehen, der ein bisschen die Augen aufmacht. Die Anzeigen, die man von denen findet und die weit verbreitet werden lauten: "Autor gesucht", nicht "Leser gesucht".
2) Das, was diese Zuschussverlage da kalkulieren ist viel zu viel. Meist drucken sie auch gar nicht die ganze Auflage, sondern erst einmal nur einen Teil, denn sie wissen ja, dass der Autor selbst sein bester Einkäufer sein wird, der Rest wird irgendwann verramscht und dann dem Autor gleich noch mal zu einem angeblich günstigen Preis angeboten. Und wer zulangt zahlt für sein Buch dann noch mal.
3) Viele Zuschussverlage versprechen viel und halten wenig. Zum Beispiel das Lektorat. Wer kennt ihn denn nicht den großen Test, als diversen Dienstleistern ein Fake-Manuskript mit zunächst völlig unsinnigem Text und dann zusammenkopierten Textteilen aus diversen Fremdtexten angeboten wurde. Da wurden die größten Lobeshymnen auf den Text gesungen und natürlich eine Veröffentlichung angeboten.
Nicht umsonst heißen sie in der Szene Abzocke-Verlage oder auch Eitelkeit-Verlage, denn sie kalkulieren mit der Eitelkeit von Hobbyautoren, die endlich ihr eigenes Buch in den Händen haben wollen. Aber genau deshalb stellt es sich weder ein Buchhändler ins Regal noch geht ein Vertreter der Großhändler damit hausieren.
4) Wer in einem Zuschussverlag veröffentlicht hat, muss das in der Szene besser verheimlichen. Wer damit bei einem richtigen Verlag vorspricht ist gleich untendurch. Im Gegensatz zu BOD oder Selbstverlag.
5) Zuschussverlag ist doch in Zeiten von BOD, E-Books und der Selfpublishing-Möglichkeiten ja auch wirklich nicht mehr nötig.
Und die Szene ist vielfältiger als oben beschrieben. Da gibt es die kostenlosen E-Books auf Amazon, create space für eine Print-Ausgabe (ich gebe zu, so lange das Programm englisch und die Auslieferung über USA läuft ist das keine einfache Alternative).
Aber bei Interesse gibt es ja inzwischen eine Indie- und E-Book-Szene, wo man sich schlau machen kann.

Was richtig und wichtig ist, ist die Qualität des Buches. Das andere, was man braucht ist Geduld und ein dickes Fell und nicht vergessen: Ein zweites Buch. Weiterschreiben heißt die Devise. Verlage wollen keine Eintagsfliegen.
Außerdem kann man sich bei Zeitschriften, Wettbewerben, Auschreibungen, von denen es jede Menge gibt, ausprobieren.
Wichtig auch: Portale wie diese, in denen man Leseproben einstellen kann. Für jedes Genre gibt es auch ein entsprechendes Forum, wo man ebenfalls Feedback einholen kann. Und ja, man sollte sich Testleser suchen (2-3 ist eine gute Zahl). Kann man auch in foren finden oder auf Facebook oder aber vielleicht auch hier.

Wer einen Lektor an sein Manusskript ran lassen möchte: Das ist teuer und natürlich kein Garant für eine Veröffentlichung. Mein Rat: Gebt dem Lektor die ersten 20-30 Seiten / das 1. Kapitel. Dann könnt ihr erstens sehen, ob ihr mit dem könnt, zweitens wird er auf diesen Seiten bereits Grundsätzliches entdecken - Lieblingsworte, Füllwörter, Wortwiederholungen, zu viel lange Sätze etc. Das kann man dann selbst im restlichen Text überprüfen und korrigieren.

Was für Neuautoren auch eine Option ist, sind Kleinverlage. Da muss man ein bisschen suchen, aber es gibt sie. Auch da ist es nicht leicht, aber immerhin sind sie neuen gegenüber aufgeschlosssener, denn sie bekommen ja keinen der großen etablierten Autoren für sich.

Und egal ob Kleinverlag, BOD oder Selfpublishing, nach dem Buch muss man sich kümmern. Denn veröffentlicht ist noch nicht wirklich drin im Markt. Das merkt man sehr schnell sehr schmerzlich, wenn man sein Buch eben dann doch nirgends findet. In keinem Buchregal und auf Amazon auch nicht bzw. dort auf Seite 100 des entsprechenden Genres ... oder wenn man sich gezielt sucht. Aber wer, außer einem selbst, macht das schon. Verlage machen auch für Mitlist-Autoren so gut wie keine Werbung mehr. Aber vor allem wer sein Buch über BOD oder selbst veröffentlicht hat, muss sich dann um Leser / Käufer kümmern. Lesungen, Rezensionen, PR usw. ohne das Weiterschreiben zu vergessen. Denn in der Literaturszene gilt eins: Steter Tropfen kann den Stein höhlen, irgendwann. Meist dauer es ein paar Jahre.
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#10 Dominik 30-09-2014
Erhöht es die Chance, sein Buch bei einem renommierten Verlag zu veröffentlichen, wenn man Teile dieses Manuskriptes im Vorfeld auf Lesebühnen, Slam-Wettbewerben vorträgt und so öffentliches Interesse für Autor und Werke weckt? Oder schreckt es die Verlage eher ab, Inhalte vorher veröffentlicht zu haben?
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#11 Martin Prebendo 07-10-2014
Es ist gut möglich, dass ein Verlag auf einen Autor aufmerksam wird, wenn der Autor schon einen gewissen Bekanntheitsgrad hat.
Allerdings kann man sich darauf nicht hundertprozentig verlassen. Ich würde empfehlen, die ersten Bücher auf eigene Kosten drucken zu lassen und die Vermarktung selbst zu übernehmen. Wenn eines der Bücher dann erfolgreich ist, könnte auch ein renommierter Verlag Interesse zeigen. Es kann auch nicht schaden, Teile des eigenen Buches in Form einer Leseprobe zu veröffentlichen, wenn der Ausschnitt gut gewählt ist. Es soll damit natürlich nicht zu viel vom Buch preisgegeben werden. Auch die erwähnten Lesungen sind eine gute Alternative um öffentliches Interesse zu wecken. Es wäre auch nicht schlecht, wenn das Buch zum Zeitpunkt der Lesung schon irgendwo erhältlich wäre, oder zumindest weitere Infos zum Buch auf einer Website veröffentlicht werden, so dass Interessenten eine Anlaufstelle haben um den Autor kontaktieren zu können.
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#12 Marita Muriel 20-02-2016
Guten Tag allerseits!

Nehmen wir einen völlig unbekannten Autor - im Schreiben durchaus hochbegabt, unmotivierter Vollidiot in Sachen Marketing -; Erstlingsroman ist veröffentlicht.
Die ersten 100 Exemplare hat der Autor vor Jahren selbst gekauft. Rund 2/3 davon ist er losgeworden: v.a. an Papa und Mama. Weihnachtsgeschenke & Co. Ein Bruchteil davon wird vielleicht gar gelesen.
Der Autor - noch dazu hochsensibel - schriebe ja eigentlich gerne weiter.
Seine Abneigung gegen die Selbstvermarktung nimmt angesichts der Notwendigkeit, eben dies aber tun zu müssen, allerdings noch zu...

Ach ja - noch eine Kleinigkeit: Der Autor ist völlig mittellos, könnte nicht einmal Hunderte, geschweige denn Tausende Euros bezahlen, damit das jemand für ihn übernimmt.
Mit Prozenten im Erfolgsfall kann man wohl niemanden verlocken?

Seht ihr für unser schreib-hochbegabtes, Vermarktung wie Wettbewerb aber hassendes, Sensibelchen IRGEND eine Chance? Einen Hauch davon? Vielleicht?

Liebe Grüße MM
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#13 Michael Trieb 01-08-2016
zitiere Eva:
Wieviel Eigenanteil müsste ich für ein Buch normalerweise zahlen, welches ca.200 Seiten im A5 Format beinhaltet? Sind da über 1.000€ gerechtfertigt? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Eva


bei www.mediacenter24.de/ kannst du für 1000 Euro 450 Bücher im A5 mit 200 Seiten drucken lassen. Da geht aber auch einzelne Bücher drucken zulassen.
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#14 Maria Braig 30-08-2016
zitiere Marita Muriel:
Guten Tag allerseits!

Nehmen wir einen völlig unbekannten Autor - im Schreiben durchaus hochbegabt, unmotivierter Vollidiot in Sachen Marketing -; Erstlingsroman ist veröffentlicht.
Die ersten 100 Exemplare hat der Autor vor Jahren selbst gekauft. Rund 2/3 davon ist er losgeworden: v.a. an Papa und Mama. Weihnachtsgeschenke & Co. Ein Bruchteil davon wird vielleicht gar gelesen.
Der Autor - noch dazu hochsensibel - schriebe ja eigentlich gerne weiter.
Seine Abneigung gegen die Selbstvermarktung nimmt angesichts der Notwendigkeit, eben dies aber tun zu müssen, allerdings noch zu...

Ach ja - noch eine Kleinigkeit: Der Autor ist völlig mittellos, könnte nicht einmal Hunderte, geschweige denn Tausende Euros bezahlen, damit das jemand für ihn übernimmt.
Mit Prozenten im Erfolgsfall kann man wohl niemanden verlocken?

Seht ihr für unser schreib-hochbegabtes, Vermarktung wie Wettbewerb aber hassendes, Sensibelchen IRGEND eine Chance? Einen Hauch davon? Vielleicht?

Liebe Grüße MM


Einfach so lässt sich das nicht beurteilen. Hast Du denn ein Exposé und Leseproben oder gar das ganze Mansukript der Geschichte, die Du veröffentlichen willst?
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#15 Judith Sixel 12-01-2017
Liebe MM, was genau meinst du mit Chance? Die Chance, dass dein hochbegabter, marketingmuffeliger Autor groß rauskommt? Die Chance, dass er seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit Schreiben finanzieren kann? Diese Chancen würde ich als relativ gering einstufen. Sie sind nicht null, aber wenn einer so eine ausgeprägte Abneigung gegen Selfmarketing hat, ist sie doch eher gering. Das Schreiben bietet aber mehr Chancen als nur die Aussicht auf materiellen Gewinn, und deshalb würde ich deinem "Sensibelchen" trotzdem raten, weiterzumachen. Es ist wie mit dem Feuer: Jeder Funke ist kostbar! Das moderne Selfpublishing (z. B. via e-publi oder Amazon/Kindle) bietet die Möglichkeit, dass dein Autor seine Werke veröffentlicht, ohne 100 und mehr Bücher vordrucken zu lassen. Es genügt, wenn er genau die Menge produziert, die er haben will (ich selbst habe soeben ein Buch mit Kurzgeschichten herausgebracht, das mich ganze 6,52 EUR pro Exemplar kostet, inkl. ISBN - ohne Extra-Zahlungen oder Verpflichtungen!). Aber wie gesagt: dein Autor darf nicht erwarten, dass er groß rauskommt und millionenfach gelesen wird. Schreibtalent und Markt gehen nicht synchron; mäßig geschriebene Werke können sehr erfolgreich sein, weil sie gerade den Nerv des Marktes treffen und/oder von irgendeiner Stelle mit viel Geld gepusht werden. Umgekehrt können wirklich tolle Werke ein unbeachtetes Schattendasein führen. Die Zeit muss reif sein für die Themen deines Autors und seine Art, sie zu bearbeiten - kann sein, dass sie es erst in 30 oder 50 Jahren ist (siehe Schopenhauer), kann sein, dass er es überhaupt nie erlebt. Die Frage ist, ob dein Autor die Kraft aufbringt, seiner Kunst unabhängig davon treu zu bleiben. Die Kunst des Schreibens ist ja ursprünglich nicht aus dem Markt geboren, sondern aus Kult und Kultur. Die ersten Schriftsteller waren keine Wirtschaftsunternehmer, sondern Priester(innen) des Wortes. Heute sind die Wurzeln vergessen, es geht nur noch um äußeren Erfolg, definiert als Publicity und Kohle. Aber "die Bestseller von heute sind die Ladenhüter von gestern" (Verleger S. Unseld, Suhrkamp). Das zeigt, wie wankelmütig und unzuverlässig der Erfolg ist. Natürlich würde ich deinem Sensibelchen auch nicht raten, sich mit seinen Werken im Elfenbeinturm einzuschließen. Suche dir einen (mindestens einen, es können auch zwei oder drei sein) Menschen, die literarisch bewandert und interessiert sind, würde ich ihm raten, und gib ihnen regelmäßig zu lesen, was du geschrieben hast. Nimm ihre Hinweise ernst, aber noch wichtiger ist: Finde deinen eigenen Ton. Niemand anderes auf der Welt kann das für dich tun. Mach eine Website auf, wo du die Früchte deines Schreibens mit anderen Lesern teilst. Mit der Zeit wird eine schöne Bibliothek von eigenen Werken heranwachsen. Von Werk zu Werk wirst du dazulernen. Vielleicht liest du hie und da mal was daraus vor, verschenkst eines deiner Bücher, meldest es zu einem literarischen Wettbewerb an. Aber das Wichtigste ist, dass du das Feuer hütest, das in dir brennt. Gute Schriftsteller sind nicht primär an ihren Verkaufszahlen zu erkennen. Sie sind daran zu erkenne, dass sie Hüter des Feuers sind in einem Markt, der im Tanz um Geld und Verkaufszahlen zu erkalten droht.
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#16 Rosemarie 12-01-2017
Mich wundert es, dass hier tatsächlich immer noch mal Kommentare hereinkleckern.
Und sogar auch immer wieder Fragen, obwohl man mit Fragen nach Veröffentlichung und Erfolgschancen viel besser in Autorengruppen auf Facebook oder anderen Netzwerken aufgehoben wäre. Da müsste man auch nicht wochen-, monate- oder gar jahrelang auf Antworten warten.

Wer sich zum Schreiben hingezogen fühlt, der sollte schreiben und der sollte auch ermuntert werden. Die ersten Gehversuche sind eh meist nicht verlagsreif. Schreiben lernt man durch schreiben. Und im Austausch mit anderen kann man auch - wenn man soweit ist, dass man ein Werk verfassen kann, für das Leser auch Geld hinlegen möchten - eigene Wege in die Öffentlichkeit finden.
Wer malt oder musiziert, würde vermutlich auch nicht denken, dass er mit seinen ersten Ergüssen ein Publikum / Käufer überzeugt.
Entsprechend muss man an sich arbeiten, um Verlage von sich zu überzeugen.
Mit Veröffentlichungen im einem Zuschussverlag schafft man das jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil. Damit wird man eher weniger ernst genommen als ganz ohne Veröffentlichung.
Und Verlage mögen es übrigens nicht, wenn man ihnen etwas anbietet, dass bereitst irgendwo öffentlich gemacht wurde, auch nicht in Auszügen.
Das heißt nicht, dass sie jemanden, der bei BOD (aber nicht Zuschussverlag!) o.ä. auffällig Erfolg hat, nachträglich einen Vertrag anbieten. Aber wie gesagt, da muss die Person schon auffallen. Verlage werden mit Manuskripten so zugeschüttet, die haben es eben nicht nötig, sich da irgendwo selbst umzuschauen. Sie haben nicht mal Zeit dafür. Lektoren sind heutzutage so ausgelastet mit der Betreuung der Stammautoren, der Begleitung der Bücher bis sie auf dem Markt sind, dass sie neue Manuskripte hauptsächlich in der Freizeit lesen müssen.
Wer die Selbstvermarktung scheut, hat es aber heutzutage tatsächlich schwer, Aufmerksamkeit zu bekommen. Da hilft nur der große Glückstreffer, zur richtigen Zeit, dem richtigen Verlag, das richtige Manuskript angeboten zu haben, das einschlägt wie eine Bombe und sich nach kurzer Zeit über Mundpropganda selbst verkauft. Alle anderen sollten doch zumindest eine Homepage pflegen, Lesungen abhalten und beizeiten das neue Buch präsentieren. Denn wer gut schreiben kann und es sich leisten kann, ein Buch nach dem anderen zu schreiben und etwas Geduld mitbringt, kann auch so eine Fangemeinde aufbauen. Ganz langsam eben. Im Verlag.
Wer als Selfpublisher seinen Weg gehen möchte, muss da schon eher zusätzliche Zeit investieren, um sich zu vermarkten, oder Geld. Schließlich kann man das Vermarkten auch anderen überlassen.
Wer beides nicht möchte oder kann, der braucht einen guten Brotjob und muss nebenher schreiben und auf sein Glück hoffen, in dem er Verlage anschreibt und wieder anschreibt oder auch eine Agentur sucht, die das übernimmt - ist aber fast genauso schwer, eine zu finden und derweil kann er ja kostenlos bei Amazon seine Werke als E-Book oder Createspace independent publishing als Printbuch drucken lassen. Dann ist es zumindest bei Amazon zu finden und man kann daraus lesen und es ab und zu verschenken.
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#17 Paula H. 10-03-2017
zitiere Martin Prebendo:

Allerdings musst Du im Voraus schon eine Menge bezahlen und die machen kaum Werbung für das Buch.

Buchläden bestellen nur Bücher von Verlagen ohne Selbstbeteiligung. Darauf hast Du auch keinen Einfluss.


Das stimmt so nicht!

Erstens gibt es auch Bücher von Druckkostenzuschussverlagen im Buchladen zu kaufen, das Argument habe ich auch oft gehört, dann bin ich selbst mal in den Buchladen gegangen und habe nachgeschaut ob das stimmt. Und siehe da, sie hatten sogar einige Bücher vom Novum Verlag. Dem Bücherladen ist es doch völlig egal woher das Buch stammt, Hauptsache er verkauft Exemplare davon. Es gibt auch einige Erfolgreiche Bücher die mit einem DKZV veröffentlicht wurden. Auch bei Amazon gibt es deren Bücher zu bestellen. Es ist also nicht so, dass alle geschlossen gegen DKZV auftreten und zusammenhalten. Warum auch? Klassische Verlage sind mit ihrem Verhalten ja auch zum Teil selbst schuld wenn es so viele Alternativen gibt ein Buch zu veröffentlichen, dabei rede ich nicht nur von DKZV sondern auch vom Self-Publishing.

Zweitens gibt es auch DKZV die Werbung für ihre Bücher machen, wieso auch nicht? Die Kosten die ein Autor tragen muss decken nicht alle Ausgaben des Verlags, wenn man also mit einem Buch dann auch noch Erfolg haben sollte wieso den nicht mitnehmen. Bei vielen Buchmessen sind DKZV anwesend, dort kann man auch immer deren Angebot betrachten. Viel mehr Werbung als auf Buchmessen oder im Internet gibt es leider kaum, auch nicht bei klassischen Verlagen. Ich habe noch kaum eine Plakatwerbung, geschweige denn Fernsehwerbung von einem Verlag gesehen.

Ich glaube man sollte versuchen Menschen die Fragen zur Veröffentlichung eines Buches haben so gut es geht zu informieren. Man sollte ihnen nicht von Anfang an nur einen klassischen Verlag einreden. Sicher will das jeder und wäre auch die beste Möglichkeit, von den Erfolgschancen reden wir dann aber nicht. Man muss auch die Alternativen aufzeigen und das wenn es geht objektiv und ohne die eigenen Vorurteile wiederzugeben. Wenn sich jemand dazu entschließt seine Geschichte als PDF ins Internet zu stellen dann soll er das auch tun, letztendlich muss es den Autor Freunde bereiten. Finde Schreiben ist ein schönes Hobby und wenn man Freude daran hat ist es ja umso besser.
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#18 Rosemarie 10-03-2017
zitiere Paula H.:
zitiere Martin Prebendo:

Allerdings musst Du im Voraus schon eine Menge bezahlen und die machen kaum Werbung für das Buch.

Buchläden bestellen nur Bücher von Verlagen ohne Selbstbeteiligung. Darauf hast Du auch keinen Einfluss.


Das stimmt so nicht!

Erstens gibt es auch Bücher von Druckkostenzuschussverlagen im Buchladen zu kaufen, das Argument habe ich auch oft gehört, dann bin ich selbst mal in den Buchladen gegangen und habe nachgeschaut ob das stimmt. Und siehe da, sie hatten sogar einige Bücher vom Novum Verlag.


Ausnahmen bestätigen die Regel. Möglicherweise sind sie vom Novum Verlag angesprochen worden und der hat ihnen günstige Konditionen angeboten oder vielleicht weil ein Autor in der Region wohnt, oder es war ein Buch, was tatsächlich im Vorfeld viel nachgefragt wurde? Man weiß es nicht.
Buchhändler überlegen sich jedenfalls die Auswahl der Bücher, die sie sich hinstellen sehr genau.
Und daher stimmt dieser Satz eben nicht:

zitiere Paula H.:
Dem Bücherladen ist es doch völlig egal woher das Buch stammt, Hauptsache er verkauft Exemplare davon.

Das ist natürlich nicht egal. Denn der Bücherladen verdient nur, wenn er für die Bücher mehr bekommt, als er selbst bezahlt.
Darum kann man im Buchhandel auch viele andere Bücher aus der Selfpublishing Branche finden, denn für diese Bücher bekommen sie oftmals eben nicht den Rabatt, den sie von anderen Verlagen erhalten. Wenn die Gewinnmarge nicht hoch ist, oder sogar Null, wie z.B. die über Amazon createspace veröffentlichten Bücher, dann gibt er dafür natürlich keinen wertvollen Platz her.
Und selbst wenn er Rabatt bekommt, dann ist das Buch ja noch nicht verkauft. Daher schaut er natürlich sehr wohl darauf, was der Verlag für das Buch an Werbung macht.

zitiere Paula H.:
Viel mehr Werbung als auf Buchmessen oder im Internet gibt es leider kaum, auch nicht bei klassischen Verlagen. Ich habe noch kaum eine Plakatwerbung, geschweige denn Fernsehwerbung von einem Verlag gesehen.

Natürlich gibt es in dem Sinn keine Fernsehwerbung, aber wer sich umschaut, sieht in Buchhandlungen sehr wohl immer wieder Plakate und Flyer sowie Gimmicks wie Lesezeichen. Früher gab es mal die TV-Sendung "Lesen" mit Elke-Heidenreich. Das, was sie vorgestellt hat, wurde anderntags in den Buchläden nachgefragt, da hat man sich dann schon mal eingedeckt. Auch jetzt gibt es Literatursendungen im Fernsehen, in denen Bücher vorgestellt werden. Auch Schaufenstergestaltung wird zum Teil von Verlagen gemacht und natürlich zählen die vielen Besprechungen in Zeitungen und Buchjournals dazu. Dazu kommen die diversen bekannten Preise - die natürlich nicht an DKZV-Bücher gehen und auch eher nicht Selfpublisher - Spiegelbestsellerlisten, Lesungen, Kataloge etc.
Gerade in den Katalogen kann man sehen, welche Bücher vom Verlag besonders in den Vordergrund geschoben werden, das heißt, wer zu den A-Autoren zählt, und wer B- oder C-Autor ist. Entsprechend werden die Bücher ganz vorne, großformatig und mit mehr Text beworben.

Daneben behält der Buchhändler natürlich seine Stammkundschaft im Auge. In manchen Regionen laufen bestimmte Genres eben besser als in anderen.

Wichtig ist für ihn letztlich aber auch, was er mit Büchern macht, die er nach einer bestimmten Zeit nicht verkauft hat. Denn die Bücher stehen dort natürlich nicht so lange, bis sie weg sind. Vielmehr deckt sich der Buchhändler immer wieder neu ein, muss sein Sortiment austauschen, seiner Kundschaft immer wieder Aktuelles und Neues bieten. Die klassischen Verlage nehmen dann die nicht verkauften Bücher zurück, der Buchhändler bleibt nicht auf ihnen sitzen, muss für diese unverkauften Bücher nicht zahlen. Und dies ist sogar ein ganz wichtiges Kriterium.
Natürlich kann der Buchhandel über die ISBN jedes Buch besorgen, das ein Kunde wünscht und wird dies auch tun. In den Laden muss er sie sich dafür nicht stellen. Da kommen nur die Bücher hin, die eine breite Kundschaft vermutlich interessiert und mit dem die zufrieden sind.
Daher hüten sich die meisten auch, DKZV Bücher hinzustellen, da diese nicht nach Qualitätsmerkmalen ausgesucht wurden, sondern danach ob und wieiviel ein Autor dafür bezahlt. Ein Buchhändler möchte aber nicht, dass seine Kunden zurückkommen und über die minderwertigen Bücher schimpfen, die er ihnen anbietet.
Aber er kann schließlich nicht jedes Buch im Vorfeld selbst lesen, obwohl auch das gemacht wird. Dafür bieten die Verlage dem Buchhandel extra Leseexemplare an, die er nicht bezahlt, so dass er selbst sehen kann, ob er das seiner Kundschaft weiterempfiehlt. Das machen DKZV natürlich auch nicht.
Aber klar, könnte sein, dass in diesem Buchhandel der Buchhändler ein Buch vom Novum Verlag gelesen und für gut befunden hat. Vielleicht stammte es sogar von einem Bekannten oder Verwandten.

zitiere Paula H.:
Zweitens gibt es auch DKZV die Werbung für ihre Bücher machen, wieso auch nicht? Die Kosten die ein Autor tragen muss decken nicht alle Ausgaben des Verlags, wenn man also mit einem Buch dann auch noch Erfolg haben sollte wieso den nicht mitnehmen.
Bei vielen Buchmessen sind DKZV anwesend, dort kann man auch immer deren Angebot betrachten.

Oh ja, und da gibt es einige, die besonders dick und breit auftreten, weil sie wirklich Geld haben. Geld, dass sie von Autoren nehmen und nicht über den Buchverkauf. Die zahlen dabei sogar dick mehr, als die Ausgaben des Buches.
Und ja sie werben, aber nicht für die Bücher, sondern für Neuautoren. Die geben Geld für Anzeigen aus, in denen Neuautoren beworben werden.
Natürlich haben sie auch einige Bücher, die sie an irgendwelche Leser verkaufen. Aber viele Bücher werden schließlich verramscht oder von den Autoren gekauft, die dann noch mal tief in den Geldbeutel greifen, damit ihr Buch weiterhin erhältlich ist.
Kleinere Verlage machen manchmal eine Mischung aus allem. Da muss man sich gut überlegen ob man dann nicht gleich ins Selfpublishing einsteigt, das ist immer günstiger.

Nein, man muss niemanden einen klassischen Verlag einreden, aber über DKZV doch richtig aufklären, die eben jeden verlegen, ob er nun schreiben kann oder nicht, und sich das teuer bezahlen lassen.
Die Frage dabei ist aber eben auch immer, warum jemand unbedingt ein Buch schreiben möchte. Nur für sich? Dann ist ja alles in Ordnung, dann kann er das machen wie er möchte.
Möchte er aber, dass Leser dafür bezahlen? Dann sollte man die allerdings auch ernst nehmen und sich entsprechend als Autor qualifizieren, das Handwerk erlernen und nicht gleich mit der erstbesten Geschichte auf den Markt drängeln wollen, denn die ist tatsächlich selten verlagsreif.
Jede Kunst, auch das Schreiben, hat mit Talent, viel Handwerk, Lernen und Erfahrung zu tun. Auch hierbei fällt der Meister nicht vom Himmel.
Und es gibt viele Wege zu einer Veröffentlichung, man muss dabei gar nicht mit einem Buch beginnen.
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